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Wir wünschen                    eine besinnliche Adventszeit


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Hundeerziehung

 

Mein Gott, was habe ich immer über Hundebesitzer abgelästert, deren Hunde überhaupt nicht daran dachten, dass zu tun, was man von ihnen verlangt.

Mein Hund, davon war ich fest überzeugt, wird einmal auf’s Wort gehorchen.

Schließlich kann es ja wohl nicht so schwer sein, seinem Hund etwas beizubringen.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Hunde, laut Auskunft vieler anderer Hundebesitzer, ihre „Phasen“ haben.

Mit 7 Monaten, mit 1 Jahr, mit 1 ½ Jahren, mit 2 Jahren und so weiter und so weiter.

Das kann ja heiter werden, haben Hunde eigentlich noch etwas anderes als Phasen?

 

Die erste Phase haben wir schon hinter uns, die mit 7 Monaten, als alles und jeder angebellt oder angeknabbert wurde, mein stubenreiner Hund plötzlich wieder in die Wohnung  gepinkelt hat und eigentlich nur noch außer Rand und Band war. Die Phase dauerte so ungefähr 4-5 Monate

Im Moment stecken wir nun in der 1-Jahres-Phase.

Mein Hundchen tut manchmal was ICH will, aber nur wenn SIE will.

Dabei habe ich eine wirklich gute Hundetrainerin.

 

An manchen Tagen komme ich 10 Minuten lang nicht von der Stelle, weil mein Hundemädchen einfach nicht ordentlich bei Fuß gehen möchte, dabei sollen wir doch fleißig üben.

Wie in der Hundeschule gelernt, gehe ich immer wieder auf Ausgangsposition und beginne von vorne.

„Setz dich! Und bei miiiiir!“

Idefix springt auf und saust an mir vorbei, ich wechsle die Richtung und sie wechselt auch die Richtung und und ist schon wieder an mir vorbei.

„Argh!“

Das Ganze wieder von vorne. Diesmal komme ich zwei Meter voran, bevor sie mich überholt.

Richtungswechsel.

Klappt auch und....

.... da liegt ein Hundehaufen, der beschnüffelt werden muß

„Nein, laß das“

 Und von vorne!

Irgendwann nach 10 Minuten hin und her, haben wir es dann manchmal sogar 10 Meter weit geschafft, wenn nicht gerade ein anderer Hund, eine Katze, ein Vogel oder ein Spaziergänger, ein Pfütze, ein Stück Holz oder ein Schmetterling unseren Weg kreuzt.

Sollte es gut gegangen sein, beende ich schnell die Übung, damit wir beide ein positives Erlebnis hatten.

Ich leine Idefix ab und schon saust sie los.

„Nein! Idefix, du sollst doch warten, bis ich dir sage, dass du frei bist.“

Wunschtraumdenken!

Jetzt muss ich meine Hündin also theoretisch wieder anleinen und sitzen lassen und wieder ableinen und warten lassen und ihr dann, noch bevor sie auf und davon ist, erlauben zu gehen.

Pustekuchen!

Wie bringt man seinen Hund an die Leine, wenn der das nicht will?

Ich rufe, sie kommt angesaust!

Na bitte, geht doch!

Sie bleibt 3 Meter vor mir stehen.

„Komm hier zu mir!“ rufe ich freundlich.

Pffffff!

„Hiiiiieeer zu miiiiir!“ sage ich mit strenger durchdringender Stimme!

Sie hüpft vor mir hin und her und saust dann in die Gegenrichtung.

„Argh!“

Ich laufe also in die entgegengesetzte Richtung und rufe in dem Moment als sie sich umdreht, alles wie in der Hundeschule gelernt.

Und, sie dreht um und kommt wie der Blitz angesaust.

Prima!

3 Meter vor mir bleibt sie stehen.

„Wäh“

Das Spiel könnten wir bis zum Umfallen spielen.

Ich gehe einfach weiter.

Und Idefix folgt mir, läßt sich aber nicht anleinen, sondern weicht immer im letzten Augenblick aus.

Ich versuche so zu tun, als ob ich sie gar nicht anleinen will, stecke die Leine sogar weg.

Kann ein Hund Gedanken lesen???

Irgendwann, Stunden später, muss ich dann doch nach Hause und langsam gerate ich in Panik, weil ich weiß, dass in dem Moment, in dem wir in unsere Straße einbiegen, mein Hund erst recht null Bock hat nach Hause zu gehen.

Ich sehe mich schon mit dem Schlafsack in der Wildnis übernachten und halte ihr in der letzten Not verzweifelt ein Leckerli hin, obwohl ich weiß, dass man das nur als Belohnung und nicht als Bestechung einsetzen soll.

Kein Hunger?

Ich locke mit allersüssester Stimme.

Sie grinst. Sie glauben es vielleicht nicht, aber mein Hund lacht mich aus!

Ich befehle mit strenger Stimme.

Hilft nix.

Ich bin ratlos.

Da kommen meine Nachbarn zufällig des Weges und mein Hund läuft schwanzwedelnd auf die beiden zu, lässt sich streicheln und geht Ihnen bis zu Hause nach, wo sie brav sitz macht und ein Leckerli bekommt. Ich drücke meiner Nachbarin die Leine in die Hand und „schon“ ist mein Hund angeleint.

„Heul!“

Ich stehe daneben und schlage meinen Kopf gegen die Wand.

„WAS MACHE ICH FALSCH?????“

Meine Nachbarn, die selbst Hundehalter sind, trösten mich: „Wie alt ist sie jetzt?“

„1 Jahr!“

„Ach, dann ist schon alles klar, das ist ganz normal, das ist nur eine PHASE!“

Und wie lange dauert die diesmal?

Ein halbes Jahr?

Ich weiß nur eins ganz gewiss, bis die Phase vorbei ist, trägt mein Hund wieder Schleppleine!